Diese Erzählung ist das Ergebnis meiner Trauerbewältigung.
Der plötzliche Tod meiner Mutter im Jahr 2021 bildet ihren Ausgangspunkt. Dieser Samstagmorgen zieht sich in kursiven Fragmenten durch die gesamte Erzählung – als Versuch, das Erlebte von der Gegenwart abzugrenzen.
Darüber hinaus erzählt der Text von meiner schwierigen Beziehung zu meinem Vater. Und es ist auch die Geschichte von Flügelschlägen.
Schreib!
In den vergangenen 4 Jahren habe ich mich so oft mit dir darüber unterhalten, dass ich unbedingt darüber schreiben muss.
Darüber, dass du eigentlich tot bist und dennoch wieder hier.
Neulich Nacht hast du mir sehr ungehalten geraten – ja, mich eigentlich fast angebrüllt: »dann schreib jetzt endlich!«
Sind Träume angrenzende Räume, in der wir agieren, ohne durch unsere Körper begrenzt zu sein? Wer weiß das schon.
Nun gut, ich werde schreiben.
Ich werde davon schreiben, wie wir uns in meinen Träumen so oft begegnen und ich morgens gerädert aufwache, als hätten wir gemeinsam alle Kontinente in einer Nacht bereist.
Ich werde sogar davon schreiben, dass wir zusammen mit großem Spaß den Song von den Bee Gees „To Love Somebody“ gesungen haben.
Unsere Stimmen klangen nach unseren Stimmen und außerdem sehr melodisch. Verrückt. Singe ich doch am liebsten allein in meinem Auto, hermetisch abgeriegelt und niemals an einer roten Ampel stehend.
Aber dann wäre hier an diesem Punkt bereits alles auserzählt und es wäre die kürzeste Geschichte, von der ich weiß.
Weiter zu Flügelschläge | 2
Entdecke mehr von Das Püppi bloggt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Ein Kommentar zu „Flügelschläge | 1“